Stadt · Stadtinformationen

"Drei Könige zu Heimsen,
Wer hätt' es je gedacht,
Mit Rittern und mit Rossen,
In Herrlichkeit und Pracht!
Es sind die hohen Häupter
Der Schleglerbrüderschaft:
Sich Könige zu nennen,
Das gibt der Sache Kraft.."

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Heimsheim 1890


Mit diesen Zeilen beginnt ein Gedicht von Ludwig Uhland, in dem dieser einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte von Heimsheim schildert, nämlich die Gefangennahme der "Schleglerkönige" durch Graf Eberhard III. (den Milden) und die damit einhergehende Zerstörung des Ortes im Jahre 1395. Diesem Ereignis ist es zuzuschreiben, dass Heimsheim auch heute noch als Schleglerstadt bezeichnet wird. Schon in einer Urkunde des Klosters Bebenhausen aus dem Jahr 1295 sind die Heimsheimer Stadtrechte nachgewiesen.

Aber nicht nur die Zerschlagung des Schleglerbundes, eines um 1370 gebildeten Zusammenschlusses von Rittern, die sich nach ihrem gemeinsamen Abzeichen, einem Schlegel, benannten und sich von der Landesherrschaft freimachen wollten, gibt Zeugnis von der bewegten Geschichte der Stadt. Bereits die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 965 war mit einem besonderen historischen Ereignis verbunden. Damals kehrte Kaiser Otto der Große, nach der bewegenden Kaiserkrönung des Jahres 962 in Rom, nach Deutschland zurück und wurde hier, "in villa Heimbodesheim" an der alemannisch-fränkischen Grenze von seinen beiden Söhnen, König Otto II. und dem Erzbischof Wilhelm von Main, begrüßt. Dass dieses Treffen in Heimsheim stattfand, lässt darauf schließen, dass seinerzeit der Ort für eine solche Zeremonie geeignet war.

Brände im Dreißigjährigen Krieg und insbesondere ein verheerender Bombenangriff am 18. April 1945 haben von dem einstigen mittelalterlichen Burgstädtchen mit seiner Stadtmauer, seinem engen Stadtkern und seinen schönen Fachwerkhäusern wenig historische Bausubstanz übriggelassen. Zwei Wahrzeichen von Heimsheim, das Schleglerschloss und das Graevenitz'sche Schloss, blieben 1945 glücklicherweise von dem Bombenangriff, dem fast 80 % aller Gebäude zum Opfer fielen, verschont.

Heimsheim ist aber nicht nur eine kleine Stadt mit reicher Geschichte und den stadtbildprägenden Bauten am Schlosshof, es ist ebenso eine moderne und aufgeschlossene Wohngemeinde inmitten der herrlichen Landschaft des Heckengäus, an der Autobahn Stuttgart-Karlsruhe gelegen. Auch die Nähe zum nördlichen Schwarzwald, zur Landeshauptstadt Stuttgart und zu den Städten Pforzheim und Leonberg machen das Wohnen hier attraktiv.

 Sie möchten noch mehr über die Stadt und ihre Vergangenheit wissen? Dann empfehlen wir Ihnen den Erwerb unseres Heimatbuches "Heimsheim einst und heute". Es umfasst 355 Seiten und wurde 1992 herausgegeben. Neben umfassenden Berichten zur Heimsheimer Geschichte enthält das Heimatbuch auch zahlreiche Bilder. Das Buch ist im Rathaus erhältlich.


Stadtführungen

Frau Ursula Duppel-Breth, Kuratorium Schleglerschloss Heimsheim e.V., macht ab und zu Stadt- und Schlösserführungen. Dies muss mit ihr vereinbart werden.

Anschrift
Ursula Duppel-Breth
Schlehenweg 6, 71296 Heimsheim
Tel.: 07033 34367, Fax: 07033 35127,
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