Stadt · Fairtrade-Stadt Heimsheim

Fairtrade Jahresbericht 2020

Mit Fairtrade durch die Krise

 

Wir sehen seit Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen positiven Trend bei fair gehandelten Lebensmitteln. Eine wachsende Öffentlichkeit nimmt Ungerechtigkeiten im Welthandel nicht mehr schweigend hin, sondern fordert Veränderungen aktiv ein (z.B. Lieferkettengesetz).

Nun haben 2020 die Corona Pandemie und ihre Folgen fast alle Fairtrade-Produzenten rund um den Globus stark getroffen. Der massive Absatzeinbruch in Europa bei Blumen, Baumwolle und weiteren Produkten (geschlossene Läden und Gastronomie) und die Ausgangssperren auch in vielen Ländern in Südamerika, Afrika und Asien waren eine existenzielle Bedrohung für Kleinbauern und Beschäftigte auf  den Plantagen. Hunger war und ist wieder ein Thema!

Mit der von Fairtrade zusätzlich zum Verkaufspreis gezahlten Prämie konnten jetzt Lebensmittel gekauft und auch Schutzmasken,, Desinfektionsmittel, etc.  finanziert werden. Fairtrade International sammelte 15 Millionen Euro zur Unterstützung ihrer Produzenten ein, das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit beteiligte sich ebenfalls. So konnte mehr als 500 000 Kleinbauern und Beschäftigte in 57 Ländern unbürokratisch und wirkungsvoll geholfen werden.

Genaue Berichte, Zahlen und Analysen zu einzelnen Hilfsmaßnahmen finden Sie unter

www.fairtrade-deutschland.de

Jahres- und Wirkungsbericht 2020

Mit Fairtrade durch die Krise

 





 Weltfrauentag 

Rund um den Weltfrauentag am 8. März 2021 möchten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, an eine schöne Tradition bei uns erinnern: Lasst Blumen sprechen!

Nicht nur am Valentinstag, auch am Weltfrauen- oder Muttertag oder einfach so freut sich bestimmt jeder, der von einem Blumengruß überrascht wird.

Gleichzeitig möchten wir dafür werben, beim Blumenkauf auf das Fairtrade-Siegel zu achten und damit in ärmeren Ländern vor allem Frauen zu unterstützen, die auf zertifizierten Blumenfarmen besonders in Ostafrika leben und arbeiten.

Der Großteil der Blumenproduktion – insbesondere der Rosen – erfolgt in Ländern des globalen Südens. Auf den Plantagen sind die Arbeitsbedingungen oft miserabel, worunter in erster Linie die dort beschäftigten Frauen leiden. Mit Hilfe der Fairtrade-Prämie werden ihre Rechte gestärkt; sie können ein selbstbestimmteres Leben führen und ihre Kinder in Schulen schicken.

Umweltthemen spielen beim Anbau von Fairtrade-Rosen eine wichtige Rolle. Obwohl sie von weit her mit dem Flugzeug zu uns kommen, haben sie erwiesenermaßen einen niedrigeren CO²-Fußabdruck als in Europa gezüchtete Rosen, da Gewächshäuser in unseren Breitengraden aufwändig beheizt werden müssen. Fairtrade unterstützt Produzentenorganisationen dabei, die Umwelt zu schützen.

Fairtrade-Blumen bieten deshalb allen, die sie anbauen, handeln, verarbeiten und kaufen gerade in diesen ungewissen Zeiten ein gutes Stück Verlässlichkeit und Sicherheit.                 In diesem Sinne: Sag es mit FAIREN ROSEN.








„In der Weihnachtsbäckerei…“


In Anlehnung an dieses bekannte Kinderlied wünscht die Heimsheimer FAIRTRADE-Gruppe allen Menschen in der Stadt gelungene Backergebnisse, trotz aller derzeitig nötigen Einschränkungen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes und vor allem gesundes Jahr 2021.

Gleichzeitig möchten wir noch einmal den Blick auf ein Thema lenken, das uns als FAIRTRADE-Gruppe in dieser backintensiven Zeit momentan besonders umtreibt: die Kakaoproduktion. Die meisten Menschen in Deutschland lieben Schokolade. Rund neun Kilogramm süße Leckereien isst jede/r Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Aber nur wenige wissen, dass für diesen Genuss in Westafrika noch immer Millionen Kinder auf den Kakaoplantagen arbeiten müssen.
KINDERARBEIT –
Quelle: INKOTA-netzwerk e.V., Infoblatt 5
Billige Schokolade für uns - Kakaobauern kämpfen ums Überleben!!
Rund 5,5 Millionen Kleinbäuerinnen und –bauern bauen Kakao für unsere Schokolade an. Sie erhalten für ihren Kakao einen viel zu niedrigen Preis. Die Mehrheit lebt in extremer Armut. Die direkte Folge davon ist die Kinderarbeit: Rund 2 Millionen Kinder arbeiten in Westafrika unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen, weil ihre Eltern sich keine bezahlten Arbeitskräfte leisten können. Die Kinder tragen schwere Lasten oder versprühen ohne Schutzkleidung giftige Chemikalien.
Was kann ich als Konsument also tun?
Als ersten Schritt: auf Siegel achten. Nur wenige Unternehmen sind bereit höhere Kakaopreise zu zahlen. Dazu gehören u.a. die Fairhandelsunternehmen GEPA, EL PUENTE, Naturland fair. Das bekannteste Siegel ist das Fairtrade-Siegel (s.o.).Weltläden verkaufen ausschließlich fair gehandelte Produkte. Weitere Infos: www.inkota.de oder www.forum-fairer-handel.de

Nun wünschen wir allen Lesern für die restliche Adventszeit alles Gute.
Übrigens: In der Heimsheimer Bibliothek liegen Informationsflyer und Broschüren zum Thema „Faire Schokolade“ aus, die Sie gerne mitnehmen können, wenn Sie mehr hierzu wissen möchten.
C. Packmor, i.A. der Fairtrade Steuergruppe

In der Weihnachtsbäckerei 



Gedanken zur Adventszeit


Fair Schenken – macht doppelt Freude!
Das Wort SCHENKEN hat viele Bedeutungen: Man kann Gehör oder Vertrauen schenken, Aufmerksamkeit, Beachtung, ein Lächeln oder Zeit. Alles Geschenke, die kein Geld kosten aber umso wertvoller sind.
Oft bringen wir auch einfach ein liebevoll ausgesuchtes Geschenk mit, um Oma, Opa, Kindern, Eltern oder Freunden eine Freude zu machen. Produkte aus fairem Handel eignen sich hervorragend zum Verschenken, weil Sie mit solch einem Geschenk nicht nur dem Beschenkten, sondern auch denjenigen, die das Geschenk produziert haben, eine Freude bereiten.
Schenken heißt, nicht nur geben, sondern auch über den Beschenkten und das Schenken nachdenken.
Beschenkt werden heißt, nicht nur nehmen, sondern den Schenkenden und das Geschenk anerkennen.
Fair Schenken heißt, sich über das „Woher“ kommt das Geschenk und „unter welchen Bedingungen wurde es gefertigt“, Gedanken zu machen. Fair Schenken heißt, einem Menschen hier bei uns eine Freude zu machen und zu wissen, dass die ProduzentInnen dieses Geschenks so bezahlt werden, dass sie wiederum ihre Freunde beschenken können. Fair Schenken heißt, Chancen für Menschen zu schaffen, die wirtschaftlich benachteiligt oder vom bestehenden Handelssystem an den Rand gedrängt worden sind. Fair Schenken heißt, einen fairen Preis zahlen, der im Dialog zwischen den Handelspartnern festgelegt wurde und unabhängig von den Schwankungen des Weltmarktpreises (momentan vor allem für Kakao)stets die Produktionskosten decken, die Existenz der Produzenten sichern und eine sozial gerechte und umweltverträgliche Produktion ermöglichen. Fair Schenken heißt, mehr zahlen, damit die Bauern oder Arbeiter gemeinschaftliche Projekte zur langfristigen Verbesserung ihrer Situation umsetzen können und bei Bedarf eine Vorfinanzierung gewährt wird. Fair Schenken heißt, sozialverträgliche Arbeitsbedingungen, Versammlungsfreiheit, ein sicheres, gesundheitsverträglich Arbeitsumfeld ohne Ausbeutung, Kinder- und Sklavenarbeit zu fördern. Fair Schenken heißt, die Rechte der Frauen zu stärken, die Aus- und Weiterbildung der Produzenten zu fördern, damit sie sich auf dem Markt behaupten können. Fair Schenken heißt, fast immer auch ökologische Anbaumethoden fördern, Verzicht auf Pestizide, oft umweltfreundliche Verpackung.

In allen Weltläden finden Sie Schönes, Praktisches, Leckeres und auch Weihnachtliches. Jetzt sind die Regale gut gefüllt: Adventskalender, Schmuck, Nikoläuse, Kaffee, Gewürze, Loops und Tücher, Taschen, Konfekt, Baumanhänger, Wärmflaschen, Krippen, Engel und viele Kleinigkeiten, die man in 24 Päckchen packen könnte, um das Warten auf Weihnachten zu verkürzen.
C. Packmor, für die FAIRTRADE-Steuergruppe

 

 
 
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