Stadt · Fairtrade-Stadt Heimsheim

 

„In der Weihnachtsbäckerei…“


In Anlehnung an dieses bekannte Kinderlied wünscht die Heimsheimer FAIRTRADE-Gruppe allen Menschen in der Stadt gelungene Backergebnisse, trotz aller derzeitig nötigen Einschränkungen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes und vor allem gesundes Jahr 2021.

Gleichzeitig möchten wir noch einmal den Blick auf ein Thema lenken, das uns als FAIRTRADE-Gruppe in dieser backintensiven Zeit momentan besonders umtreibt: die Kakaoproduktion. Die meisten Menschen in Deutschland lieben Schokolade. Rund neun Kilogramm süße Leckereien isst jede/r Deutsche im Durchschnitt pro Jahr. Aber nur wenige wissen, dass für diesen Genuss in Westafrika noch immer Millionen Kinder auf den Kakaoplantagen arbeiten müssen.
KINDERARBEIT –
Quelle: INKOTA-netzwerk e.V., Infoblatt 5
Billige Schokolade für uns - Kakaobauern kämpfen ums Überleben!!
Rund 5,5 Millionen Kleinbäuerinnen und –bauern bauen Kakao für unsere Schokolade an. Sie erhalten für ihren Kakao einen viel zu niedrigen Preis. Die Mehrheit lebt in extremer Armut. Die direkte Folge davon ist die Kinderarbeit: Rund 2 Millionen Kinder arbeiten in Westafrika unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen, weil ihre Eltern sich keine bezahlten Arbeitskräfte leisten können. Die Kinder tragen schwere Lasten oder versprühen ohne Schutzkleidung giftige Chemikalien.
Was kann ich als Konsument also tun?
Als ersten Schritt: auf Siegel achten. Nur wenige Unternehmen sind bereit höhere Kakaopreise zu zahlen. Dazu gehören u.a. die Fairhandelsunternehmen GEPA, EL PUENTE, Naturland fair. Das bekannteste Siegel ist das Fairtrade-Siegel (s.o.).Weltläden verkaufen ausschließlich fair gehandelte Produkte. Weitere Infos: www.inkota.de oder www.forum-fairer-handel.de

Nun wünschen wir allen Lesern für die restliche Adventszeit alles Gute.
Übrigens: In der Heimsheimer Bibliothek liegen Informationsflyer und Broschüren zum Thema „Faire Schokolade“ aus, die Sie gerne mitnehmen können, wenn Sie mehr hierzu wissen möchten.
C. Packmor, i.A. der Fairtrade Steuergruppe

In der Weihnachtsbäckerei 



Gedanken zur Adventszeit


Fair Schenken – macht doppelt Freude!
Das Wort SCHENKEN hat viele Bedeutungen: Man kann Gehör oder Vertrauen schenken, Aufmerksamkeit, Beachtung, ein Lächeln oder Zeit. Alles Geschenke, die kein Geld kosten aber umso wertvoller sind.
Oft bringen wir auch einfach ein liebevoll ausgesuchtes Geschenk mit, um Oma, Opa, Kindern, Eltern oder Freunden eine Freude zu machen. Produkte aus fairem Handel eignen sich hervorragend zum Verschenken, weil Sie mit solch einem Geschenk nicht nur dem Beschenkten, sondern auch denjenigen, die das Geschenk produziert haben, eine Freude bereiten.
Schenken heißt, nicht nur geben, sondern auch über den Beschenkten und das Schenken nachdenken.
Beschenkt werden heißt, nicht nur nehmen, sondern den Schenkenden und das Geschenk anerkennen.
Fair Schenken heißt, sich über das „Woher“ kommt das Geschenk und „unter welchen Bedingungen wurde es gefertigt“, Gedanken zu machen. Fair Schenken heißt, einem Menschen hier bei uns eine Freude zu machen und zu wissen, dass die ProduzentInnen dieses Geschenks so bezahlt werden, dass sie wiederum ihre Freunde beschenken können. Fair Schenken heißt, Chancen für Menschen zu schaffen, die wirtschaftlich benachteiligt oder vom bestehenden Handelssystem an den Rand gedrängt worden sind. Fair Schenken heißt, einen fairen Preis zahlen, der im Dialog zwischen den Handelspartnern festgelegt wurde und unabhängig von den Schwankungen des Weltmarktpreises (momentan vor allem für Kakao)stets die Produktionskosten decken, die Existenz der Produzenten sichern und eine sozial gerechte und umweltverträgliche Produktion ermöglichen. Fair Schenken heißt, mehr zahlen, damit die Bauern oder Arbeiter gemeinschaftliche Projekte zur langfristigen Verbesserung ihrer Situation umsetzen können und bei Bedarf eine Vorfinanzierung gewährt wird. Fair Schenken heißt, sozialverträgliche Arbeitsbedingungen, Versammlungsfreiheit, ein sicheres, gesundheitsverträglich Arbeitsumfeld ohne Ausbeutung, Kinder- und Sklavenarbeit zu fördern. Fair Schenken heißt, die Rechte der Frauen zu stärken, die Aus- und Weiterbildung der Produzenten zu fördern, damit sie sich auf dem Markt behaupten können. Fair Schenken heißt, fast immer auch ökologische Anbaumethoden fördern, Verzicht auf Pestizide, oft umweltfreundliche Verpackung.

In allen Weltläden finden Sie Schönes, Praktisches, Leckeres und auch Weihnachtliches. Jetzt sind die Regale gut gefüllt: Adventskalender, Schmuck, Nikoläuse, Kaffee, Gewürze, Loops und Tücher, Taschen, Konfekt, Baumanhänger, Wärmflaschen, Krippen, Engel und viele Kleinigkeiten, die man in 24 Päckchen packen könnte, um das Warten auf Weihnachten zu verkürzen.
C. Packmor, für die FAIRTRADE-Steuergruppe



Heimsheim ist weiterhin „Fairtrade-Stadt“

Die Stadt Heimsheim erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2014 durch TransFair e.V. verliehen.

 

Bürgermeister Jürgen Troll freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Heimsheim und das großartige ehrenamtliche Engagement der Fairtrade-Gruppe. Ich bin stolz, dass Heimsheim dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört.“

Im Jahr 2014 erhielt die Stadt Heimsheim von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Bürgermeister und Gemeinderat trinken fair gehandelte Getränke und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement in Fairtrade-Towns ist vielfältig: In Heimsheim sind das alljährliche faire Frühstück auf dem Frühlingsfest, der digitale faire Einkaufsführer auf der städtischen Website und das Fair Play Schulprojekt mit Fairtrade-Sportbällen nur einige Beispiele erfolgreicher Projekte in den letzten Jahren. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement “, sagt Maria Musterfrau,  „Geplant sind Projekte zur öffentlichen Beschaffung und in der Kooperation mit unseren Schulen“.

Die Stadt Heimsheim ist eine von über 690 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.



 

Fairtrade und das Lieferkettengesetz

 

Am 9. Mai, dem Internationalen Tag des fairen Handels, machte das Forum Fairer Handel erneut deutlich, wie wichtig und notwendig ein Lieferkettengesetz in Deutschland ist.

Was will das Lieferkettengesetz?

Ganz einfach: Soziale und ökologische Standards und Menschenrechte müssen in der Produktion, in der globalen Lieferkette ernst genommen werden. Unternehmen müssen hinschauen, wenn Kinder in Westafrika auf Kakaoplantagen schuften, Textilarbeiterinnen in Bangladesch für einen Hungerlohn bis zum Umfallen arbeiten, Minenbetreiber in Peru das Wasser verseuchen, usw.

Das Prinzip der freiwilligen Verpflichtung der Unternehmen hat nicht funktioniert und deshalb planen - laut Koalitionsvertrag von 2018 - Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) noch in dieser Legislaturperiode ein Lieferkettengesetz. Dagegen laufen Teile der Wirtschaft Sturm. Sie argumentieren durch die Corona-Krise schon genug belastet zu sein. Andrea Fütterer vom Forum Fairer Handel hält dagegen ."Wir sagen: Jetzt erst recht! Die drastischen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Menschen, die am Anfang der globalen Lieferketten stehen, machen die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes ganz deutlich."

Die Lobbyisten der Wirtschaft werden alles versuchen, Einfluss auf die Ausgestaltung des Gesetzes zu nehmen. Hoffen wir, dass dieser Einfluss klein bleibt.

Übrigens ist in Großbritannien und z.T. auch in Frankreich ein solches Gesetz schon in Kraft. Während der EU-Ratspräsidentschaft kann Deutschland beweisen, wie sie es mit den Menschenrechten hält. Eine überzeugende Gesetzgebung hier könnte dann auch eine Dynamik hin zu einem europäischen Regelwerk schaffen, wie es dem Justizkommissar Didier Reynders vorschwebt.


 

Fairtrade Städte haben auch das Ziel nachhaltige Entwicklungen zu unterstützen. Dazu zählen auch Repair Cafes. Reparieren ist Wertschätzung, Liebe zur Umwelt und Lust am Tüfteln. In unserer Nachbarschaft gibt es 2 Repair Cafes.

Repair Cafe Merklingen

Jeden 1. Samstag im Monat von 10.00 - 14.00 Uhr im Remigiushaus in der Kirchgrabenstraße 7, Merklingen

Umweltteam.Merklingen@gmail.com  Tel.: 07033 534928

Repair Cafe Rutesheim

Am Samstag, 7.12. von 9.00 - 13.00 Uhr im Bürgersaal der Stadtbücherei Rutesheim.

Weitere Informationen bei Heidrun Kolodzick

Welche Fairtrade-Produkte kann man in Heimsheim kaufen ? 
Das größte Angebot ( z.B. Kaffee, Kakao, Tee, Schokolade, Reis, Saft) finden Sie z.Zt. im Biohofladen Gommel (Fairtrade- und Rapunzel Hand in Hand Produkte).

Fair gehandelte Bananen beim Blumenlädle und Kauffmann Blumen

Sidroga Fairtrade Tees bei der Apotheke Butz

Orangensaft, Zucker, Kaffee bei Lidl

Verschiedene GEPA Kaffees, Kakao und Tee bei Edeka

Diese Liste ist nicht vollständig.



Mehr Infos : FAIRTRADE Arbeitsgruppe / Renate Niehaus und Cornelia Packmor /Tel.: 07033 - 33118 oder - 34023

Infoflyer Fairtrade Stadt Heimsheim


Berichte 2020:
Jahresthema
Verkauf von Fairtrade Produkten in der Bibliothek


Berichte 2019:
Weihnachtsmarkt
"Congo Calling"
5 Jahre Fairtrade Heimsheim
Bericht über Vortragsveranstaltung


Berichte 2018:
Jahresthema
Bericht Freitagstreff am 26.10.2018
Bericht zum Jahresthema

Bericht LKZ "Stadt behält ihr Fairtrade Siegel"

Heimsheim bleibt Fairtrade Stadt
Titelverlängerung Fairtrade Stadt Ernennungsurkunde

Bericht Stadtjournal Heimsheim/Mönsheim "Die lange Reise einer Jeans"

Vortrag „Jacke wie Hose – Wie nachhaltig ist unsere Kleidung?“
Bericht LKZ "Made in Bangladesh?"
Bericht Stadtjournal Heimsheim/Mönsheim "Frühjahrskrämermarkt auf dem Schlosshof"

Berichte 2017:

Zertifikat Teilnahme an SEZ Initiative Meine.Deine.Eine Welt 2017
Benachrichtigung Zertifikatsverleihung Meine.Deine.Eine Welt 2017
Bericht LKZ "Ein Treffpunkt für alle-gestaltet von vielen"
1.Freitagstreff für Alle

Faires Frühstück

Bundesministerin zu Besuch bei Fairtrade Heimsheim

Vortrag Gerd Oelsner "17 Nachhaltigkeitsziele der UN"


Berichte 2016/2015:
Punkmusical für Kids
"Titelverlängerung Fairtrade-Stadt geschafft"
Fairtrade-Stadt Heimsheim gewinnt Preis
Vortrag Fairer Handel
Kinderkino „Meine. Deine. Eine Welt.“ im Jugendhaus
Fairtrade auch für Konfirmanten
Internationales Frauencafe

Benefizlauf Ludwig-Uhland-Schule


 
 
 
Stadt Heimsheim anrufen 07033 / 5357-0