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Netze BW warnt vor Gefahren bei Bauarbeiten; Frühjahr bringt erhöhte Risiken, Leitungen ungewollt zu beschädigen
Erstelldatum27.04.2026
Stuttgart. Mit dem Frühling beginnt die Hochsaison für Bau- und Gartenarbeiten. Dabei steigt die Gefahr, dass unterirdische Strom-, Gas-, Wasser- oder Telekommunikationsleitungen unbeabsichtigt beschädigt werden. Die Netze BW warnt daher vor den Risiken und rät zu besonderer Vorsicht.
Kommt es zu Zwischenfällen, bei denen erdverlegte Leitungen beschädigt werden, sind nicht nur Versorgungsausfälle und hohe Kosten für die Reparatur möglich, sondern es entstehen auch Risiken für die Gesundheit – angefangen bei Stromschlägen bis hin zu Gasaustritten. „Sicherheit und Umsicht sind deshalb gerade im Frühjahr unerlässlich. Denn gerade zu dieser Jahreszeit kommt es bei Bauarbeiten immer wieder zu unbeabsichtigten Schäden an Versorgungsleitungen – das zeigt sich deutlich durch vermehrte Stromausfälle im Niederspannungsbereich, wodurch z.B. Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Straßenbeleuchtungen betroffen sind“, erklärt Andreas Herre, Leiter der Netzregion Donau bei Netze BW.
Hier sind die wichtigsten Punkte, die Netze BW vorschlägt, um Schäden zu vermeiden:
- Vor dem Graben informieren: Eigentümer und Bauherren sind verpflichtet, sich vor Beginn der Erdarbeiten über die Lage der Leitungen zu informieren. Dies geschieht durch Anfrage bei den lokalen Netzbetreibern oder über Online-Leitungsauskunftsportale (z. B. BIL - Bund-Länder-Initiative Leitungsauskunft). Bei der Netze BW zum Beispiel können entsprechende Auskünfte über die Homepage des Unternehmens eingeholt werden: www.netze-bw.de/partner/planenundbauen/leitungsauskunft
- Pläne sind nicht alles: Alte Leitungskarten sind nicht immer präzise. Die tatsächliche Tiefe oder Lage kann abweichen, besonders bei Leitungen, die älter als 50 Jahre sind.
- Sorgfaltspflicht: Bei Arbeiten im Schutzbereich von Leitungen darf nur mit äußerster Vorsicht gearbeitet werden; hier ist Handschachtung Pflicht, die der präzisen Freilegung von Leitungen zur Vermeidung von Schäden dient. Wenn Leitungen (Gas, Strom, Wasser, Telekommunikation) freigelegt werden, muss der Netzbetreiber bzw. das Versorgungsunternehmen unverzüglich informiert werden. Bei Arbeiten im Bereich von Hochspannungs- oder Hochdruckleitungen ist mindestens drei Wochen vor Beginn der Arbeiten eine schriftliche Stellungnahme/Genehmigung des Netzbetreibers einzuholen.
- Bei Beschädigung: Sofort die Arbeiten einstellen, den Bereich absperren und unverzüglich Netze BW als zuständigen Netzbetreiber sowie ggf. Feuerwehr/Polizei verständigen, da ggf. auch Gefahr für Leib und Leben anderer besteht.
- Haftung: Wer eine Leitung beschädigt, haftet in der Regel für die Reparaturkosten und Folgeschäden (wie den Ausfall der Versorgung für Anwohner).
Über die Netze BW GmbH
Die Netze BW GmbH steht für eine sichere Versorgung in Baden-Württemberg und kundennahen Netzservice. Sie ist das größte Netzunternehmen für Strom, Gas und Wasser in Baden-Württemberg und eine Tochtergesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Als Verteilnetzbetreiber betreibt die Netze BW insgesamt knapp 100.000 Kilometer lange Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze für 2,37 Millionen Netzkund*innen im Land sowie das Gasverteilnetz für rund 240.000 Netzkund*innen. Außerdem erbringt und vertreibt die Sparte Dienstleistungen netznahe und kommunale Dienstleistungen für Kommunen und Stadtwerke. Das Unternehmen hat an rund 90 Standorten in Baden-Württemberg mehr als 5.800 Mitarbeitende sowie 800 Auszubildende und Studierende.
Im Auftrag der Netze BW GmbH:
Katharina Ryske
Pressesprecherin
Ressort- und Unternehmenskommunikation
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Telefon: 0711 289-87472
E-Mail: presse(@)netze-bw.de


