Bürger · Kindergärten

Eingewöhnungskonzept der Stadt Heimsheim

in Anlehnung an das Berliner Modell

Professionelle Beziehungsgestaltung

Die Eltern erhalten im Anmeldegespräch pädagogische Informationen zum Eingewöhnungsmodell durch die Kindergartenleitung (Bedeutung der Eingewöhnung, Bindungsaufbau, Lernen und Beziehung)

Im Aufnahmegespräch wird mit der Bezugserzieherin der Ablauf festgelegt.

Ein Eingewöhnungszeitraum von 10 Tagen wird bei Kindern im Altern von 3 – 6 Jahren anberaumt.

Die Tage 1 – 3 sind Pflichttage: Das Kind hat die Möglichkeit langsam eine sichere Bindung und Beziehung aufzubauen. Die Eltern habe die Möglichkeit das Umfeld kennenzulernen. Ab dem vierten Tag individuelle Handhabung abgestimmt auf das Eingewöhnungskind.

Ablauf:

Tag

1-3

 1 Stunde Anwesenheit des Kindes mit seiner Bezugsperson

Trennung Kindergarten: individuell (Ziel: Bindungsaufbau; die Vorerfahrungen der Kinder berücksichtigen)
Die Eltern verpflichten sich innerhalb von 10 Min in der Einrichtung zu sein.
Der laufende Betrieb wird berücksichtigt

4.Tag

 Erster Trennungsversuch (die Bezugsperson bleibt in der Einrichtung)

Trennung Kindergarten: individuell (Ziel: Bindungsaufbau; die Vorerfahrungen der Kinder berücksichtigen)
Die Eltern verpflichten sich innerhalb von 10 Min in der Einrichtung zu sein.
Der laufende Betrieb wird berücksichtigt

 Tage

 5-10

 

 Individueller Trennungsversuch – die pädagogische Fachkraft bietet der Bezugsperson den Rahmen und die Bedingungen. Die Bezugsperson ist erreichbar und kann jederzeit das Kind innerhalb von 10 Minuten abholen.

 Konnte das Kind sich noch nicht trennen, ist der Handlungsverlauf: wieder bei Tag 1 beginnen

 In der Krippe wird die Eingewöhnung nach diesem Ablauf durchgeführt.

Weitere pädagogische  Abläufe, welche berücksichtigt werden:

  •  Die Bezugserzieherin übernimmt während der Eingewöhnung keine Freispielleitung

  • Montags nichts Neues bspw. erster Trennungsversuch, erstes Mittagessen, erstes Schlafen

  • Bei Krankheit der Bezugserzieherin findet keine Eingewöhnung statt (falls schon gestartet) – bei Rückkehr in den Dienst wird mit Tag 1 begonnen. Wird die vorgesehene Bezugserzieherin vor Tag 1 krank und ist eine längere Abwesenheit zu erwarten, übernimmt eine Kollegin die Eingewöhnung

  • In der Ganztagesbetreuung ist die Eingewöhnung entsprechend im Dienstplan zu berücksichtigen z.B. Bezugserzieherin bringt das Kind ins Bett.

  • Das Kind muss gesund sein. „Gesund sein“ liegt im Ermessen der Bezugserzieherin

  • Wickeln: Tag 1 – 4 übernimmt die Bezugsperson im Beisein der Bezugserzieherin (Rituale).

  • Die Eltern unterschreiben das Eingewöhnungskonzept


Übergangskonzept von der Krippe in  den Kindergarten

Übergänge sind prägende Situationen für die individuelle Entwicklung und die Bildungslaufbahn – daher ist es eine bedeutende Aufgabe aller Beteiligten die Transitionskompetenz der Kinder zu stärken und ihnen die Türen in einen neuen Bildungs- und Lebensabschnitt zu öffnen und sie verantwortungsbewusst und entsprechend ihren Bedürfnissen zu begleiten. Am Übergang von der Krippe in den Kindergarten sind alle Beteiligten einbezogen – das Kind, die BezugserzieherInnen und die Eltern.

Ablauf:

  • Das Konzept wird den Eltern bei Vertragsabschluss für den Kindergarten mitgeschickt

  • Das Konzept hängt in der der Kinderkrippe aus

  • Die Bezugserzieherin aus der Krippe übergibt die Anmeldeunterlagen an die Bezugserzieherin im Kindergarten

Vertrag zusenden

3 Monate vor dem Übergang

 

Bezugserzieherin

(Jahresplan)

Leitung

  • Bezugserzieherin steht fest

  • Die Bezugserzieherin der Krippe bespricht mit den Eltern die Übergangsvariante und gibt Rückmeldung an die Leitung

Terminabsprache

4 Wochen vor dem Gespräch

ErzieherInnen

Eltern

  • Ein Besuch in der Einrichtung

  • Übergangsgespräch + Eingewöhnungsgespräch


1. Besuch der neuen Bezugserzieherin in der Krippe

Teilnehmer:

Krippenkind und Erzieherin

Bezugserzieherin KiGa

 

Zeit: individuelle Absprache; ca. 2 Std, passend für beide Einrichtungen

Inhalte:

Kennenlernen

 

 
  2. Besuch im Kindergarten

 

Teilnehmer:

Krippenkind und Erzieherin

Bezugserzieherin KiGa

Ort: neue Einrichtung

Zeit: individuelle Absprache; ca. 2 Std, passend für beide Einrichtungen

Inhalte:

Kennenlernen

 

 

 

Übergabe – Gespräch

+

Aufnahmegespräch im Kindergarten

 

4 Wochen vor dem Wechsel

Teilnehmer:

Eltern

ErzieherIn Krippe

ErzieherIn KiGa

ohne Kinder

Ort: neue Einrichtung

Zeit: 30 Min.

TN: Bezugserzieherin

       Eltern

Ort: neue Einrichtung

Zeit: 30 Min

 Inhalte:

„Übergabe“ Portfolio/ Entwicklung „Was braucht das Kind“?/ stärkenorientiert

Tagesablauf in der Krippe

Rituale

Lieblingslieder,- spiele/ Vertrautes

 

+

 

Aufnahmegespräch

 

Transparenz & Wertschätzung

Nach ca. 3 Monaten:  Rücksprache der Bezugserzieherinnen über den Eingewöhnungsverlauf/ Telefonat


 Übergangsmöglichkeiten

 

 Die Eltern haben die Möglichkeit sich für eine Variante zu entscheiden:


  1. Variante:

  • 1 Besuch mit der Bezugserzieherin

  • Abschiedsfest in der Kinderkrippe feiern

  • Eingewöhnung mit den Eltern in Anlehnung an das Berliner Model

  • Geburtstagsfeier im Kindergarten in „kleinem Rahmen“

 

  1. Variante:

  • 1 Besuch in der Krippe

  • Das Kind feiert den dritten Geburtstag in der Krippe

  • Eingewöhnung mit den Eltern in Anlehnung an das Berliner Model

 

Bei unvorhergesehenen Personalengpässen kann es zu Veränderungen in Absprache mit den Eltern zum Wohle des Kindes kommen.

Im Kindergarten verläuft die Eingewöhnung in Anlehnung an das „Berliner „Modell“.  Die Eltern sind die ersten  drei Tage mit dem Kind zu festgelegen Zeiten in der Einrichtung, um dem Kind einen Beziehungsaufbau zu seiner Bezugserzieherin zu ermöglichen. Der erste Trennungsversuch erfolgt am vierten Tag. Während der ersten drei Eingewöhnungstage im Kindergarten (1-1,5Std) können die Kinder anschließend die Krippe noch besuchen. Ab dem ersten Trennungsversuch nicht mehr

Die BezugserzieherIn sollte für das Kind eine verlässliche Ansprechpartnerin sein. Bei „längerer Abwesenheit“ bspw. durch Krankheit kann  eine andere beständige Kollegin der Gruppe bei Bedarf die Eingewöhnung übernehmen. Unter „längerer Abwesenheit“ verstehen wir mehr als 1 – 2 Tage.

→ Empfehlung an die Eltern: 10 Tage Urlaub nehmen für die Eingewöhnung des Kindes.

 Übergangskonzept vom Kindergarten in  den Kindergarten

 Der Verlauf wird an den Übergang von der Krippe in den Kindergarten angepasst.

  1. Besuch Bezugserzieherin und Kind im neuen Haus oder Eltern (Zuzug)

  2. Übergabegespräch (wenn gewünscht auch mit Bezugserzieherin von außerhalb)

  3. Individueller Eingewöhnungsverlauf (Telefonpräsenz der Eltern)

 
 
 
Stadt Heimsheim anrufen 07033 / 5357-0