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Wandern & Radfahren

Naturschutzgebiet Betzenbuckel - Friolzheim

Streckenbeschreibung

Streckenlänge: ca. 2,5 bis 3 Stunden
Ausgangspunkt: Wanderparkplatz an der Pforzheimerstraße, L 1175
Mit dem Bus: Linie 656 ab Hauptbahnhof Pforzheim (Fa. Seitter), Ausstieg in Heimsheim Industriegebiet
Mit dem Auto: Wanderparkplatz an der Pforzheimerstraße, L 1175

Wir sind am Wanderparkplatz und sehen gegenüber des Parkplatzes einen 1,4 m hohen Grenzmarkstein auf der Markungsgrenze zwischen Heimsheim und Friolzheim stehen. Darauf ist die Entfernungsangabe noch in "Ruten": 1 Rute = 4,58 m angegeben. Wir gelangen nun in das Naturschutzgebiet "Betzenbuckel". Links am Waldwegeingang ist noch ein Überbleibsel von einem Ameisenhügel - Das ist gelebter Naturschutz! Wir wandern steil bergauf entlang der Schlehenhecken und befinden uns in einem Kieferwäldchen, das erst im Jahr 2003 wieder vom Naturschutz mit Maschineneinsatz von Verbuschung gesäubert worden ist. Hier fallen noch einbetonierte Rohre auf. Es sind dies Bohrungen zur "Altlastenerkundung".

Auf der ersten Anhöhe angekommen, fällt uns ein Kreis aus Steinen auf, mittendrin wiederum Markierungsgrenzsteine von Friolzheim mit Abtsstab vom Kloster Hirsau auf der Rückseite mit H für Heimsheim. Linkerhand stürzt das Gelände etwa 20 m tief in einen Krater ab - hier handelt es sich um einen längst aufgelassenen Steinbruch. Wir gehen ca. 500 m entlang den zurück geschnittenen Hecken an einem Jägerhochstand vorbei. Dann tut sich links am Waldrand eine Einfahrt auf und wir sehen in das Privatgrundstück hinein und finden dort ein Holzhaus. Dies wurde nach dem 2. Weltkrieg angeblich von einem Schriftsteller und seiner Familie bis Anfang der 50er Jahre bewohnt. Die folgenden 400 m am Kiefernwaldrand entlang wurden erst 2004 ganz durchgeforstet und die Hecken zurück geschnitten. Wir müssen nun ca. 100 m weiter nach rechts gehen bis wir auf einen Wiesenweg kommen, der zwischen Schlehenhecken und einem Mischwäldchen bis ganz nach vorne zu einer Sitzbank unter einer mächtigen Linde führt. Von hier aus haben wir einen schönen Blick auf das unten liegende Friolzheim.

Unser Wanderweg führt nun ca. 700 m nach rechts oben, wo mächtige Linden wachsen, deren untere Äste bis kurz vor dem Erdboden reichen. Wir werden neben den Linden wiederum auf einen großen 1,4 m hohen Grenzmarkstein und auf einen kleineren aufmerksam - ebenfalls mit Abtsstab für Kloster Hirsau eingemeißelt. Vor uns sehen wir die mächtig hohen, schlanken Pappeln (Pyramidenpappeln). Diese wurden zwischen Heimsheim und Friolzheim entlang des kürzesten Verbindungsweges, der über den Betzenbuckel verläuft, gepflanzt. Somit konnten die Kutscher auch bei Nacht den korrekten Weg nach Friolzheim bzw. Heimsheim nicht verfehlen. Unser Wanderweg führt uns jetzt an den landwirtschaftlich genutzten Äckern vorbei - rechts Heide und vorne eine lange Hecke entlang des Zufahrtsweges zum Schafstall. Wir können entweder den Durchschlupf unter der Hecke benutzen oder ganz entlang bis zum Ende der Hecke und dann auf den Wanderweg gehen.

Direkt hinter dem Omnibushäuschen - Industriegebiet Schafwäsche - führt der Feldweg durch die Heimsheimer Wiesen und Äcker. Hier trifft der Feldweg von rechts unten kommend auf unsere Wegstrecke. Diejenigen, die mit dem Bus bis zum Industriegebiet Heimsheim gefahren sind, haben bereits einen ca. 2 km langen Fußmarsch durch die Heimsheimer Fluren - Längenloch und obere Ziegelwiesen - hinter sich. An der Wegkreuzung halten wir uns halblinks und steuern den höchsten erkennbaren Punkt am Horizont an. Auf unserer Wegstrecke sehen wir am Boden immer wieder einzelne Silberdistelstöcke - dann erkennen wir einen alten verrosteten Metalldrahtzaun - er umschließt einen ehemals genutzten Steinbruch. Bis ca. 20 m tief geht der Steinbruch hinunter bis zur Sohle.

Nach dem Steinbruchsbesuch halten wir uns wieder etwas mehr nach rechts und steuern das vor uns liegende Waldeck Abteilung "Lutherstein" an. Dabei müssen wir einmal einen weiten Bogen von etwa 20 m nach rechts machen, um nicht über landwirtschaftlich genutzte Fläche zu marschieren. Oben am Waldeck angekommen, sehen wir rechts unten die Justizvollzugsanstalt von Heimsheim mitten im Wald liegen (ehemaliger Sandbruch der Firma Wolfer & Goebel). Unser Weg geht nunmehr dem Wald entlang Richtung Autobahn - der Fahrzeuglärm dringt uns ins Ohr. Nach etwa 700 m steht auf der rechten Wegseite ein Markstein mit dem Zeichen: MDL - Im Volksmund genannt "Lutherstein" (angeblich: Martin - Doktor - Luther). In Wirklichkeit steht hier aber in römischen Ziffern eingemeißelt die Zahl 1550 auf dem Stein. Von hier aus kann die Wanderung abgekürzt werden: Wir könnten den "Waldrotweg" entlang marschieren bis zur Justizvollzugsanstalt und von da bis zur Bushaltestelle gelangen. Wer noch nicht müde ist, dreht hier wieder um und wandert den gleichen Weg bis zum Waldrand zurück - jetzt können wir uns etwa 150 m links vom Weg halten und streifen ein schönes Gebiet mit alten Eichen und Wacholderhecken. Vorne kommen wir wieder an unserer Wegkreuzung an - wo der Fahrweg von Heimsheim nach Friolzheim über den Betzenbuckel führt.

Wir wandern weiter und gelangen auf dem Weg an den Schafstall, den die Gemeinde Friolzheim und die Stadt Heimsheim im Jahre 1981 erbauen ließen. Heute ist Herr Riedel aus Illingen der Schäfer, der für die Tiere verantwortlich ist. Wir queren wiederum den mit Pyramidenpappeln gesäumten Weg und steuern auf die höchste Erhebung zu - den künstlich gebildeten Bergkopf. Unten wachsen noch die Kiefern und Wacholderbüsche - auf dem aufgeschütteten Aushubmaterial wurden zur Befestigung Weiden, Birken, Lärchen und Erlen angepflanzt. Oben angekommen haben wir einen schönen Rundblick über Heimsheim - dann über das Würmtal hinweg bis zum Rand des Schwarzwaldes. Die PKW-Wanderer haben nur noch einen kurzen Abstieg vorne am Deponieberg entlang bis zum Wanderparkplatz. Die Wanderer, die mit dem Bus angekommen sind, müssen wieder denselben Weg zurück bis zu der genannten Kreuzung und dann hinab nach Friolzheim zur Bushaltestelle am Marktplatz - Gute Heimfahrt!

Radtouren rund um Heimsheim

Die Agenda-Gruppe "Umwelt und Verkehr" hat im Jahre 2007 in Zusammenarbeit mit der Initiative für Kinder und Jugendliche verschiedene Radtourenvorschläge ausgearbeitet. Diese sind auf der Homepage der IKJ veröffentlicht.
Der gebundene Radführer, der 22 Routenempfehlungen beinhaltet und sowohl für Familien als auch für anspruchsvolle Sportler geeignet ist, ist im Rathaus und der Stadtbibliothek erhältlich. Besonders praktisch ist die Spiralbindung im Querformat, so dass der Tourenführer in jede Fahrrad-Lenkertasche passt.
Weitere Radwegevernetzungen erhalten Sie auf den Seiten der Homepage des Landratsamtes Enzkreis.

 
 
 
Stadt Heimsheim anrufen 07033 / 5357-0